Das Foto zeigt den Eingang Süd am Campus Benjamin Franklin

Forschung an der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (CBF)

Informieren Sie sich auf den folgenden Seite über die aktuellen Forschungsaktivitäten der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (CBF).
Bei Interesse an einem bestimmten Thema nutzen Sie auch unsere Publikationsliste.

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Forschungsprojekte

HPV-assozierte Kopf-Hals-Tumore

Neben Alkohol und Tabakkonsum können auch Humane Papillomaviren (HPV) bösartige Tumore im Kopf-Halsbereich hervorrufen. Auf der einen Seite bilden diese Tumore frühzeitig Tochtergeschwülste, auf der anderen Seite reagieren sie relativ sensibel auf Strahlen- und Chemotherapie. Während die eingangs erwähnten Tumore meist durch Hochrisiko-HPV hervorgerufen werden, wird die Larynxpapillomatose, charakterisiert durch Gewebewucherungen im Bereich des Kehlkopfes, durch Niedrigrisiko-HPV verursacht.

Mehrere Projekte unserer Forschungsinitiative widmen sich den unterschiedlichen Aspekten HPV-assoziierter Erkrankungen:

-Immunologische Ziele und "immune-escape" von Kopf-Hals-Tumoren -Chemoresistenz – Chemosensibilität von Kopf-Hals-Tumoren
-Bedeutung von HPV in adenoid-zystischen Speicheldrüsentumoren -Immunologische Urschachen der Larynxpapillomatose und die Erforschung ihrer Prävention.

Vermeidung von Kinetose bei automatisiert fahrenden Kraftfahrzeugen

Mit Kinetose (auch Reise- oder Bewegungskrankheit) beschreibt man die Neigung, bei bestimmten Bewegungen während einer Fahrt mit einem Fahrzeug mit Unwohlsein, Übelkeit bis hin zum Brechreiz zu reagieren. Kinetose ist bereits heute für ca. 30% der Bevölkerung als Beifahrer im Kraftfahrzeug ein sehr relevantes gesundheitliches Problem und wird durch die Einführung automatisiert fahrender Fahrzeuge an Bedeutung zunehmen. Hierbei wird der Fahrer selber Passagier und ihm wird ermöglicht, sich mit anderen Dingen als der Fahraufgabe zu beschäftigen, und sein Einfluss auf das Fahrverhalten zur Vermeidung von Kinetosen entfällt. Wird Kinetose bei automatisiert fahrenden Fahrzeugen aufgrund unzulänglichen Fahrverhaltens vermehrt auftreten, können viele Vorteile nicht genutzt werden und die Akzeptanz für automatisiertes Fahren wird hierdurch abnehmen.

Ein tieferes Verständnis für die Ursachen von Kinetose in Kraftfahrzeugen und Ansätze für die Vermeidung von Kinetose sind somit wichtige Voraussetzungen. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Gemeinschaftsprojekt in Kooperation mit dem Fachgebiet Kraftfahrzeuge der Technischen Universität Berlin soll untersucht werden, welche Bewegungen im Auto Kinetose verursachen und wie diese beim Automatisierten Fahren durch fahrzeugtechnische Maßnahmen vermindert werden können. In physiologischen Untersuchungen zur Gleichgewichtsorganfunktion sollen grundlegenden Fragen zur Ursache der stark streuenden Kinetosesensibilität nachgegangen werden. Diese Studien unterstützen die Modellierung der biologischen Zusammenhänge, woraus wiederum Parameter abgeleitet werden sollen, die im automatisiert fahrenden Auto vermieden werden müssen. In Probandenstudien in speziell für das Forschungsprojekt aufgebauten und ausgestatteten Versuchsfahrzeugen der TU Berlin werden verschiedene Fahrsituationen auf ihr Kinetoserisiko und mögliche Kompensationsmöglichkeiten untersucht.

Das autonom fahrende  Auto soll später frühzeitig erkennen können, ob Reisekrankheit bei einem Fahrzeuginsassen oder einer -insassin auftritt, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Förderzeitraum:  09/2019 bis 09/2022
Projektleiter: Dr. rer.-medic. U. Schönfeld (Charité), Prof. Dr.-Ing. S. Müller (TUB)