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03.09.2013

Hajar Razi gewinnt ESB Student Award

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Doktorandin zeigt, dass mechanische Dehnung eng mit den Umbauprozessen im Knochen zusammenhängen.

Hajar Razi, Doktorandin am Julius Wolff Institut und Mitglied der Berlin-Brandenburg Schule für Regenerative Therapien, wurde mit dem ESB Student Award ausgezeichnet, der im Rahmen des 19. Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Biomechanik in Patras (Griechenland) vergeben wurde.

In der ausgezeichneten Arbeit untersuchte sie den Einfluss von Alter auf die mechanische Regulierung von Knochenbildung und -resorption als Antwort auf externe Belastung. Anhand der Finite Elemente Methode und Bildregistrierung bestimmte sie die mechanischen Dehnungen bei welchen Bildungs- und Resorptionsereignisse in Mäusetibiae verschiedenen Alters auftraten.

Die Ergebnisse zeigen, dass mechanische Dehnung eng mit den Umbauprozessen im Knochen zusammenhängen, da Knochenformation und -resorption in Bereichen mit hoher bzw. niedriger Dehnung zu finden waren. Zusätzlich trat in jungen Tieren im Vergleich zu älteren eine größere Reaktion des Knochens auf mechanische Belastung auf, welchen in Zusammenhang mit einer höheren lokalen Belastung im Knochen, aufgrund derselben externen Last steht.  Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine verringerte lokale  mechanische Belastung des Kochens mit zunehmendem Alter auftritt, welche zum Teil für den altersbedingten Knochenverlust verantwortlich sein könnte.

Der ESB Students Award wird seit 1998 von der European Society of Biomechanics vergeben und hat das Ziel, exzellente Nachwuchswissenschaftler auf dem Gebiet der Biomechanik zu fördern. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 1000 Euro dotiert.



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