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01.11.2010

Markus Heller übernimmt Koordination für MXL

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Das Projekt zur Implantatentwicklung und der Operationsplanung des künstlichen Gelenkersatzes läuft über einen Projektzeitraum von 3 Jahren.

Seit Anfang des Jahres hat Markus Heller die Koordination des EU-geförderten Projektes "MXL" übernommen. Das Projekt mit dem Projekttitel "Enhanced patient safety by computational Modelling from clinically available X-rays to minimise the risk of overload and instability for optimised function and joint Longevity" läuft über einen Projektzeitraum von 3 Jahren (01.01.2010 bis 31.12.2012) und umfasst neben der Charité weitere sechs Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen sowie drei Klein- und Mittelständische Unternehmen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien und Frankreich.

Das Julius Wolff Institut der Charité steuert dabei sein Know-How in der genauen Vermessung der Bewegung sowie der Berechnung der Muskel- und Gelenkkräfte im menschlichen Körper bei.


Das Projekt zielt darauf ab, im Rahmen der Implantatentwicklung und der Operationsplanung des künstlichen Gelenkersatzes biomechanisches Know-How so einfließen zu lassen, dass die dauerhafte Wiederherstellung der Gelenksfunktion auch langfristig sicher gelingt. Aktuell werden die meisten operativen Eingriffe an Gelenken nur mit Hilfe von Röntgenbildern und der Erfahrung der Ärzte selbst geplant und kontrolliert. Detailliertes biomechanisches Wissen zur Auswirkung des geplanten Eingriffes auf das für die Funktion der Gelenke so wichtige Zusammenspiel der Muskeln, Bänder und Gelenke steht dem Operateur nicht zur Verfügung. So kommt es nach den europaweit jährlich über einer Million chirurgischen Eingriffe an den Gelenken immer wieder zu Komplikationen, die besonders auf eine überhöhte Belastung und die Instabilität der Gelenke zurückzuführen sind. Um die Komplikationsrate zu minimieren, entwickeln Forscher unterschiedlicher Fachgebiete neue Planungstools, welche auf Basis klinischer Bildgebungsverfahren die für den Erfolg der Operation wesentlichen Parameter der Gelenkmechanik patienten-individuell berechnen. Damit soll die Bewertung des Zusammenspiels der Strukturen des muskuloskelettalen Systems erleichtert werden, um chirurgische Eingriff am Gelenk zielgerichteter planen und das Risiko einer Komplikation aufgrund einer ungünstig eingestellten Gelenkmechanik verringern zu können.

Links

www.m-x-l.eu

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